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Colitis ulcerosa und die Psyche

Der Zusammenhang zwischen psychosozialen Faktoren und der chronisch entzündlichen Darmerkrankung wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Hier gibt es viele Missverständnisse.

Dass die Erkrankung - wie jede chronische Erkrankung - einen mehr oder weniger starken Einfluss auf das seelische Wohlbefinden hat, ist nachvollziehbar und unstrittig. Die Betroffenen müssen häufig mit Ängsten leben wie

  • Angst vor einem neuen Schub
  • Angst vor Schmerzen
  • Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes
  • Angst vor Isolation und Einsamkeit
  • Angst vor belastenden Therapien und Operationen
  • Angst vor den Nebenwirkungen der Therapien

Man weiß mittlerweile, dass Angst und Stress zwar nicht die Ursache für eine Colitis ulcerosa sind, aber durchaus einen großen Einfluss auf das Aufleben von Schüben haben können.

Sehr hilfreich ist es, wenn allgemeine und krankheitsbezogene Sorgen, Ängste und depressive Stimmungen im vertrauensvollen Gespräch mit dem behandelnden Arzt, mit einem Psychotherapeuten oder in einer Selbsthilfegruppe angesprochen werden. Betroffene, die gut über ihre Erkrankung informiert sind, sich von ihrem Arzt gut behandelt und versorgt fühlen, geht es subjektiv besser und sie erleben die Erkrankung als weniger belastend.

Aus diesem Grunde haben sich in fast allen großen Städten zahlreiche Selbsthilfegruppen gebildet, deren Teilnehmer sich aktiv bemühen, ihre Erkrankung zu verstehen und besser mit ihr leben zu lernen.

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