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Therapie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen

Die Ursachen der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sind noch immer nicht vollständig geklärt. Eine Heilung ist daher heute in den allermeisten Fällen nicht möglich. Es gibt jedoch Behandlungsmöglichkeiten, um die Beschwerden zu lindern. Ziel der Behandlung ist, akute Entzündungsschübe rasch zum Abklingen zu bringen und in beschwerdefreie Phasen zu überführen. Diese sollen dann möglichst lang andauern.

Die Behandlung der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen ruht auf drei Säulen, nämlich auf drei Gruppen hochwirksamer Medikamente.

Mesalazin oder 5-Aminosalicylsäure gehört zu den Standardmedikamenten bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Mesalazin ist ein entzündungshemmendes Medikament, das sowohl zur Behandlung akuter Schübe wie auch zur Erhaltung der beschwerdefreien Phase eingesetzt wird.

Azathioprin ist ein Wirkstoff, der die überschießende Reaktion des körpereigenen Abwehrsystems dämpft. Es wird über längere Zeit eingenommen mit dem Ziel, einen erneuten Ausbruch der Erkrankung zu verhindern. Während der Behandlung mit Azathioprin werden regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchgeführt, um mögliche Nebenwirkungen rechtzeitig zu erkennen und in Grenzen zu halten.

Kortisonpräparate sind häufig zur Behandlung des akuten Entzündungsschubs unverzichtbar. Eine Langzeitbehandlung mit Kortison ist jedoch wegen der Nebenwirkungen problematisch.

Manchen Patienten helfen diese Wirkstoffe wenig oder gar nicht. In solchen Fällen kommen weitere Medikamente oder ein operativer Eingriff in Betracht.

Eine spezielle Diät für chronisch entzündliche Darmerkrankungen gibt es nicht. Die Beschwerden bei akuter Entzündung können jedoch durch eine vorübergehende Umstellung der Ernährung gelindert werden. Vielfach sind auch bestimmte Nahrungsmittel unverträglich. Bei längerem Krankheitsverlauf kann es zu Mangelernährung kommen - hier ist eine ergänzende Ernährungstherapie sinnvoll.


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