Geburtshilfe
FERRING Arzneimittel ist auf dem Gebiet der Geburtshilfe tätig, indem wir Ärzte, Hebammen und schwangere Frauen mithilfe von Medikamenten unterstützen, mögliche Komplikationen einer Geburt zu reduzieren oder zu vermeiden.
Beim Auftreten vorzeitiger Wehen können diese unter Umständen mit Medikamenten sanft und gut verträglich gehemmt werden, damit Ihr Baby möglichst nicht vorzeitig geboren wird und als Frühgeburt zur Welt kommt. Vorzeitige Wehen sind regelmäßige Wehen (Kontraktionen der Gebärmutter) vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche mit Gefahr, dass Ihr Baby zu früh geboren wird. Das Ziel bei der Behandlung vorzeitiger Wehen ist, die vorzeitige Geburt zu verhindern oder, wenn dies nicht mehr möglich ist, wenigstens einige Tage Zeit zu gewinnen, um die Lungenreife des Kindes durch Medikamente zu beschleunigen. Wehenhemmende Medikamente verzögern das Einsetzen der Geburt.
Auch in der Geburtseinleitung kann der Einsatz von Medikamenten notwendig werden. Geburtsfördernde Wehen setzen normalerweise zwischen der 39. und 41. Schwangerschaftswoche ein. Sofern künstliche Mittel verwendet werden, um eine Geburt einzuleiten spricht man von Geburtseinleitung. Eine Geburt kann medikamentös unterstützt oder beschleunigt werden, wenn Ihre Wehen spontan einsetzen, die Kontraktionen aber nicht wirksam genug sind, um die Geburt zu vollenden. Ziel ist immer eine natürliche Geburt, aber manchmal brauchen Geburtsvorgänge etwas Hilfe. Eine Geburt wird eingeleitet, wenn das Risiko einer Schwangerschaftsverlängerung schwerer wiegt als das Risiko einer Geburtseinleitung.
Starkem Blutverlust nach der Entbindung kann in manchen Fällen auch durch eine medikamentöse Therapie vorgebeugt werden. Neben Gerinnungsstörungen sind die häufigsten Ursachen für Blutungen nach der Entbindung eine verzögerte, nicht vollständige oder gar nicht stattfindende Lösung des Mutterkuchens (Plazenta) und eine unzureichende Kontraktion der Gebärmutter unmittelbar nach Lösung des Mutterkuchens (Schlaffheit der Gebärmutter). Um einer starken Blutung nach der Kaiserschnittentbindung entgegenzuwirken, erhalten Sie bei Bedarf nach der Geburt eine Spritze mit einem Medikament, das die Kontraktion der Gebärmutter unmittelbar nach der Geburt unterstützt, so dass starke Blutverluste gar nicht erst auftreten können.

