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Für die Diagnose: Blasentagebuch

Um ein Blasentagebuch (auch Miktionsprotokoll genannt) auszufüllen, notieren Sie drei bis vier Tage und Nächte, was, wieviel und wann Ihr Kind trinkt und wann es wieviel Wasser lässt. Ebenso dokumentieren Sie, wann das Kind Stuhlgang hat und ob es weitere Besonderheiten im Zusammenhang mit der Blase und der Verdauung gibt.

Wenn Sie die Werte, die Sie für das Blasentagebuch notiert haben, im Internet auf der Seite www.Blasentagebuch.de eingeben, erhalten Sie dort eine erste Auswertung der Daten, die Sie zum nächsten Arztbesuch mitnehmen können.

Das interaktive Blasentagebuch errechnet für Sie u. a.

  • die altersgerecht entwickelte Blasenkapazität
    Sie wird mit Hilfe einer Formel errechnet: (Alter des Kindes + 1 x 30 z.B. 7 Jahre + 1 x 30 = 240ml)
  • das maximale Miktionsvolumen
    Das maximale Miktionsvolumen ist die größte Menge an Urin, die bei einem einzelnen Toilettengang ausgeschieden wird.
  • das nächtliche Diuresevolumen
    Das ist die Menge Harn, die nachts von den Nieren produziert wird. Um diese Menge zu ermitteln, ist es sinnvoll, dass das Kind nachts eine Windel trägt. Die nasse Windel wird morgens gewogen - hiervon wird das Gewicht der trockenen Windel abgezogen. Um aber das gesamte nächtliche Diuresevolumen zu errechnen, müssen Sie zu diesem Wert noch die erste Urinportion am Morgen hinzuzählen.

Anhand dieser Werte aus dem Blasentagebuch kann der Arzt unter anderem erkennen, ob Ihr Kind nachts noch nicht ausreichende Mengen des bereits erwähnten Antiwasserlasshormons ausschüttet, um den nächtlichen Urin zu konzentrieren. Wurde festgestellt, dass die nächtliche Urinmenge größer ist, als die Blase fassen kann, sollte mit einer medikamentösen Therapie begonnen werden. Dies geschieht mit einem Wirkstoff, der dem natürlichen Adiuretin nachempfunden ist, welcher recht zügig zu einer nachhaltigen nächtlichen Trockenheit des Kindes führen kann.