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Die Prostata - Welche Aufgabe hat die Prostata?

Die Prostata (Vorsteherdrüse) gehört zu den männlichen Geschlechtsorganen und ist etwa walnussgroß. Sie befindet sich unterhalb der Blase und umhüllt den oberen Teil der Harnröhre. Die Prostata produziert ein klares Sekret, das sich mit Spermien vermischt und so die Samenflüssigkeit bildet.

Was geschieht bei einem Prostatakarzinom?

Prostatakrebs (medizinisch: Prostatakarzinom) entsteht, wenn sich die Zellen in der Prostata sehr schnell vermehren. Das heißt: Es bilden sich neue Zellen, ohne dass der Körper diese benötigt, und ohne dass die alten Zellen absterben. Die zusätzlichen Zellen bilden eine Gewebemasse, den Tumor. Besitzen die Zellen die Fähigkeit, sich über das primäre Entstehungsgebiet hinaus auszudehnen, ist der Tumor bösartig. Ein Prostatakarzinom wächst gewöhnlich langsam und kann jahrelang auf die Prostata beschränkt bleiben (lokaler Krebs). Dehnt sich der Tumor aus, kann er das umgebende Gewebe befallen und schädigen, oder auf andere Körperregionen übergreifen (Metastasen).

Prostatakrebs kann jeden Mann treffen

Das Prostatakarzinom ist eine der häufigsten Krebsarten des Mannes. Weltweit sind etwa 678.000 Männer erkrankt. Allein in Deutschland werden jährlich circa 60.000 Neuerkrankungen diagnostiziert. Obwohl es jeden Mann treffen kann, gibt es eine Reihe von Risikofaktoren, die man kennen und mit seinem Arzt besprechen sollte.

Welches sind die Risikofaktoren?

ALTER
Bei Männern unter 50 Jahren ist das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, sehr gering. Mit dem Alter steigt jedoch das Risiko.

ETHNISCHE HERKUNFT
Schwarze haben ein höheres Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, als weiße Männer.

GENETIK
Männer, in deren Familie Prostatakrebs bereits aufgetreten ist, sind stärker gefährdet. Wenn es sich bei dem betroffenen Verwandten um einen Bruder oder einen Verwandten ersten Grades handelt, erhöht sich das Risiko. Ist der betroffene Verwandte noch jung, steigt das Risiko noch weiter an.

ERNÄHRUNG
Die höheren Prostatakrebsraten der Industrienationen scheinen in direktem Zusammenhang mit der Aufnahme von tierischen Fetten zu stehen. Asiaten erkranken seltener an einem Prostatakarzinom als Amerikaner oder Europäer. Dies wird auch durch die hauptsächlich vegetarische Ernährung der Asiaten erklärt, da nachgewiesen wurde, dass gewisse Pflanzen (z.B. Soja) so genannte Phytoöstrogene enthalten, die einen tumorprotektiven Effekt ausüben. Ebenso scheint die mediterrane Ernährung eine protektive Wirkung zu haben.

Wie wird der Krebs diagnostiziert?

Dem Arzt stehen verschiedene Tests zur Verfügung, mit deren Hilfe er Prostatakrebs diagnostizieren kann.

PROSTATASPEZIFISCHES ANTIGEN (PSA)
Das Prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein Eiweiß, das von der Prostata gebildet wird. Der PSA-Test misst den PSA-Spiegel im Blut. Ein erhöhter PSA-Spiegel kann auf Prostatakrebs hinweisen. Der PSA-Test stellt eine Revolution in der Diagnose des Prostatakrebses dar, ist aber alleine nicht aussagekräftig. Denn: bis zu zwei Drittel der Männer mit einem ungewöhnlich hohen PSA-Spiegel haben keinen Prostatakrebs.

DIGITALE REKTALE UNTERSUCHUNG (DRU)
Der PSA-Test wird in der Regel in Kombination mit der digitalen rektalen Untersuchung (DRU) durchgeführt. Der Arzt tastet hierbei die Prostata vom Rektum aus mit den Fingern ab und sucht nach harten, knotigen oder ungewöhnlichen Stellen.

TRUS-BIOPSIE
Bei einer Biopsie werden eine oder mehrere Gewebeproben mit Hilfe einer Hohlnadel entnommen. Die Biopsie wird unter „Sichtkontrolle“ mit transrektalem Ultraschall (TRUS) durchgeführt. Mit Hilfe des Ultraschalls werden gleichzeitig Größe der Prostata sowie Veränderungen beurteilt. Hierzu wird eine etwa fingergroße Sonde rektal eingeführt, welche durch hochfrequente Schallwellen Bilder der Prostata liefert. Die entnommenen Gewebeproben werden im Labor untersucht. Andere Tests sind computergestützte Tomografie (CT), Magnetresonanz- Bildgebung (MRI) und Knochenmessungen.

Prostatakrebs - wie spürt “mann” das?

Prostatakrebs weist im frühen Stadium keinerlei Symptome auf. Männer, die eines der folgenden Symptome zeigen, sollten den Rat ihres Arztes einholen:

  • Symptome des unteren Harnweges (Lower Urinary Tract Symptoms, LUTS), wie z.B. häufiger Harndrang, insbesondere nachts
  • Schwierigkeiten zu Beginn des Urinierens
  • Schwierigkeiten, den Urin zurückzuhalten
  • Unfähigkeit zu urinieren
  • schwacher Urinfluss
  • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
  • das Gefühl, die Blase sei noch nicht vollständig entleert
  • Erektionsprobleme
  • schmerzhafte Ejakulation
  • Blut im Urin oder in der Samenflüssigkeit
  • häufige Schmerzen oder Steifheit im unteren Rückenbereich, in der Hüfte oder den Oberschenkeln

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